An Paul Nay ist vieles anders. Seine Jugend verbrachte er zu einem beachtlichen Teil in der Gesellschaft der Juke Box im Restaurant seiner Eltern, lernte dabei, ihre Lieder bis in die feinsten Nuancen zu interpretieren und wurde dank diesem Talent zum Aushängeschild des regionalen Kinderchors. Aus finanziellen Gründen lag eine Gesangskarriere ausser Reichweite, also lernte er zuerst Koch. Danach wechselte er in der Verkauf und belieferte einige
Jahren die Gastronomie mit Spiel-
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An Paul Nay ist vieles anders. Seine Jugend verbrachte er zu einem beachtlichen Teil in der Gesellschaft der Juke Box im Restaurant seiner Eltern, lernte dabei, ihre Lieder bis in die feinsten Nuancen zu interpretieren und wurde dank diesem Talent zum Aushängeschild des regionalen Kinderchors. Aus finanziellen Gründen lag eine Gesangskarriere ausser Reichweite, also lernte er zuerst Koch. Danach wechselte er in der Verkauf und belieferte einige
Jahren die Gastronomie mit Spiel- und Unterhaltungsgeräte. Dabei lernte er auch die Faszination der Karaokeanlage kennen. Später machte er Computer tragbar, indem er ihnen Taschen nach Mass verpasste, diese mit viel Geschick und entsprechendem Erfolg vermarktete, dann aber auch die Grösse besass, es damit gut sein zu lassen und nicht der schnöden Mammonsucht zu verfallen. Nie vergass er ob dem Beruf seine Berufung. Ein Sänger und nichts anderes wollte er sein und dieses Ziel verlor der Mann mit dem wettergegerbten Antlitz eines Bündner Bergführers nie aus den Augen.
Nach dem Verkauf seines Geschäfts erweiterten Reisen durch die ganze Welt seinen Horizont und machten ihn empfänglich für verschiedenste Einflüsse musikalischer Natur. Vor allem inspirierte ihn eine CD von Mario Frangoulis, worauf er deren Producer Steve Wood in Los Angeles kontaktierte und ihn frischfrech mit dem Anliegen konfrontierte, mit einem Produkt derselben Güteklasse an die Öffentlichkeit gelangen zu wollen. Steve Wood, zu dessen Klientele Berühmtheiten wie Ex-Beatle George Harrison, Sting, Stevie Wonder, Brian May oder Kenny Loggins gehören, hätte es natürlich nicht nötig gehabt, sich mit einem Nobody zu befassen. Aber angetan von Pauls stimmlichen Qualitäten und der Persönlichkeit des Gesuchstellers erklärte er sich bereit, dem Sänger aus den Bergen ein musikalisches Outfit nach Mass zu verpassen. Paul belieferte ihn in der Folge mit Song-Fragmenten, Steve Wood brachte diese auf eine tonal stimmige Reihe und alle paar Wochen reiste Paul nach LA, um die Playbacks stimmlich zu unterlegen. Das tat er grösstenteils mit eigenen Texten in romanischer, italienischer und spanischer Sprache und versorgte Steve Wood dazu mit englischen Übersetzungen, um dessen Einfühlungsvermögen in die richtigen Bahnen zu leiten. Im Laufe einiger Monate spielten die beiden in LA die Songs von „Diari“, Paul Nay’s Debütalbum ein und setzten ein Opus in die Welt, das nicht nur in Pauls Heimat zu reden geben wird, sondern das Zeug hat, viel breitere Wellen zu schlagen.
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Reduire]