Mario Pacchioli meldet sich zurück. Nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit einem feinen, sehr persönlichen neuen Album. „Rispondas“ wirft in verschiedenen Sprachen Fragen auf. Ob sie auch beantwortet werden, sei an dieser Stelle nicht verraten. Im Lauf der letzten vier Jahre hat der kosmopolitische Bündner in aller Ruhe an neuen Songs gearbeitet, die viel von Mario Pacchioli preisgeben, Autobiografisches und Fiktives vermischen. Und über Stilfragen zerbricht
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Mario Pacchioli meldet sich zurück. Nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit einem feinen, sehr persönlichen neuen Album. „Rispondas“ wirft in verschiedenen Sprachen Fragen auf. Ob sie auch beantwortet werden, sei an dieser Stelle nicht verraten. Im Lauf der letzten vier Jahre hat der kosmopolitische Bündner in aller Ruhe an neuen Songs gearbeitet, die viel von Mario Pacchioli preisgeben, Autobiografisches und Fiktives vermischen. Und über Stilfragen zerbricht sich der Singer/Songwriter schon längst nicht mehr den Kopf.
Auf „Rispondas“ ist erlaubt was gefällt - was in erster Linie Mario Pacchioli gefällt.
Mario Pacchioli, ein Mann mit Vergangenheit. Darüber wollen wir an dieser Stelle nicht berichten. Was zählt ist das Hier und Jetzt, aber auch vom Morgen darf geträumt werden. Reisen ist ausdrücklich erlaubt, der Weg von A nach B, der irgendwann vielleicht in Z endet, ist wichtig. Pacchioli reist gerne, entweder physisch und geografisch, aber auch in seinen Träumen. In seinen Songs sowieso, nicht umsonst nennt sich die erste Singlauskopplung aus dem neuen, bereits dritten Album „Gitan“. Der Bündner ist ein moderner Vagabund, ein Handelsreisender in Sachen Musik, der sich in Los Angeles und Lausanne genau so wohl fühlt wie in Chur und Paris. Alles Stationen aus den vergangenen vier Jahren. Halt hat Pacchioli an diesen Orten gemacht um herauszufinden, was er will, wohin die persönliche Reise führt. Aber auch um sich weiter zu bilden, dem Handwerk des Songschreibers und Schauspielers auf den Grund zu gehen. Oder aber auch, um in einem Café in Kalifornien zu sitzen, Menschen zu beobachten und auf einem Blatt Papier eine Zeichnung zu kritzeln, aus der später das Cover von „Rispondas“ werden sollte. Wir merken uns: hier ist keiner am Werk, der einen Masterplan hat. Lieber hört er auf die innere Stimme, als Marketingplänen den Vorzug zu geben.
Mario Pacchioli hinterfragt schon lange nicht mehr, was er macht. Dafür sucht er, wird immer suchen. Er wolle noch auf dem Sterbebett 1000 Fragen haben, verrät der Endzwanziger schmunzelnd. Gefunden hat er in den letzten vier Jahren 10 sehr persönliche Songs, die den Weg auf „Rispondas“ gefunden haben, übrigens ein Wortspiel aus den beiden romanischen Wörtern „Rispostas“ (Antworten) und „Damondas“ (Fragen). Der Mix könnte also auf deutsch soviel wie „Fragwort“ bedeuten. Dieses Gespür fürs Spielerische durchzieht auch das ganze Album. Auf der einen Seite finden wir auf englisch melancholische, fragende Lieder, die Pacchioli vor allem in Amerika geschrieben hat. Viel hat er übers Leben, die Liebe, den Tod und allerlei dazwischen sinniert. Die französischen Texte hingegen sind von Hoffnung geprägt, sie haben Power und geben Kraft. Fehlen noch die rätoromanischen Canzuns, die direkt aus dem Leben gehauen sind, auf „Pign um“ (Kleiner Mann) singt Mario Pacchioli staunend über die Geburt.
Eingespielt wurden die Lieder, die man als moderne Chansons mit poppigem Einschlag bezeichnen könnte, in einem alten, verlassenen Haus in Belgien sowie in der Schweiz. Die unkonventionelle Entstehungsweise hat „Rispondas“ geprägt, mitgeholfen haben auch seine langjährige Kreativpartnerin Astrid Alexandre, der Bassist Ramun Knapp, Schlagzeuger Sandro Cadeddu und der nicht ganz unbekannte Adrian Weyermann an der Gitarre. Als Toningenieur amtierte Andreas Brüll, den Pacchioli schon vor Jahren kennen und schätzen gelernt hat. Zusammen haben sie Lieder erarbeitet, für die es sich lohnt, bewusst Zeit zu nehmen. Zünden sie eine Kerze an und trinken sie zu „Rispondas“ ein gutes Glas Wein. Es lohnt sich!
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Reduire]